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v.l.n.r.: Thomas Hohlbein (Daume), Martin Becker (Sparkasse), Dachdeckermeister Stefan Willems, Kim-Nils Lichtenberg (Daume), Sparkassenvorstand Marc Rothaupt, Vorstandsvorsitzender Markus Teichert, Bürgermeister Thorsten Feike, Fachdienstleitung Bauaufsicht Martin Vollmer und Ingenieur Rainer Rittmeier (v.l.) präsentieren das rote PV-Modul
Sparkasse Duderstadt leistet ihren Beitrag und investiert in die Zukunft
Die Sparkasse Duderstadt ist seit vielen Jahren dabei, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Die Anschaffung einer Ladesäule, Anpassung der Heiztechnik und die Umstellung des Fuhrparks auf E- bzw. Hybrid Mobilität gehörten bereits dazu.
Jetzt hat die Sparkasse auf ihrem historischen Dach eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 24,8 kWp installiert. Sie erzeugt künftig rund 23.000 kWh Strom pro Jahr und deckt damit einen großen Teil des Energiebedarfs der Hauptstelle klimaneutral. Die Anlage wurde so geplant, dass sie den Anforderungen des Denkmalschutzes und der städtischen Gestaltungssatzung entspricht. Dafür wurden spezielle, rot schimmernde Module eingesetzt, die sich in das Stadtbild einfügen. Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Duderstadt und den beteiligten Fachfirmen aus der Region. Durch die technisch anspruchsvolle Installation leistet die Sparkasse einen langfristigen Beitrag zum Klimaschutz und reduziert ihre CO₂-Emissionen deutlich. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt in der Nachhaltigkeitsstrategie der Sparkasse und als Vorbild für weitere Maßnahmen in diesem Bereich.
Auf dem Foto v.l.n.r. : Marc Rothaupt, Markus Teichert, Marcus Rode
Markus Teichert übernimmt den Vorstandsvorsitz
Zum 1. September 2024 hat die Sparkasse Duderstadt ein neues Vorstandsteam. Neben Markus Teichert als neuen Vorstandsvorsitzenden hat der Verwaltungsrat der Sparkasse zudem als neues Vorstandsmitglied Marc Rothaupt gewählt sowie Marcus Rode als Vertreter im erweiterten Vorstandsteam. Markus Teichert, Marc Rothaupt und Marcus Rode haben Eichsfelder Wurzeln und sind Eigengewächse des Hauses. Alle drei haben ihr Abitur am Eichsfeld-Gymnasium abgelegt und im Anschluss bei der Sparkasse Duderstadt eine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann absolviert. Durch ihre hervorragenden Leistungen sind sie in mehreren Etappen in den vergangenen drei Jahrzehnten von Auszubildenden zum Vorstandsteam gewachsen.
Auf dem Foto v.l.n.r.: Guido Mönnecke, Uwe Hacke, Marion Schröder, Thorsten Feike (Bürgermeister) und Marcel Riethig (Landrat)
Verabschiedung von Uwe Hacke
Zahlreiche Wegbegleiter, Freunde, Förderer und das Sparkassen-Team feierten mit emotionalen und auch humorvollen Worten seinen Schritt in den neuen Lebensabschnitt. Unter ihnen der Duderstädter Bürgermeister Thorsten Feike, zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Duderstadt, Landrat Marcel Riethig als Verbandsgeschäftsführer des Sparkassenzweckverbandes Duderstadt, Markus Teichert als sein Nachfolger im Amt sowie persönliche Freunde und Weggefährten wie Guido Mönnecke und der frühere Verwaltungsratsvorsitzende Bernhard Reuter.
In 44 Jahren Treue zur Sparkassenorganisation hat Uwe Hacke u.a. die Einführung der Geldautomaten, den Wechsel von D-Mark zu Euro, die Bankenkrise, Digitalisierung und die Coronakrise mitgemacht. Unter der Leitung Uwe Hackes verzeichnete die Sparkasse Duderstadt das bis dahin erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Geschichte.
Die konstituierende Sitzung des Zweckverbandes am 17. Januar 2022
Im September 2021 finden die Kommunalwahlen statt. Durch die Wahlergebnisse änderten sich nicht nur die politischen Ämter, sondern auch die Gremien der Sparkasse Duderstadt. Am 17. Januar 2022 bildet sich der Zweckverband der Sparkasse neu. Bürgermeister Thorsten Feike wird einstimmig zum ehrenamtlichen Verbandsgeschäftsführer gewählt. Mit dieser Wahl übernimmt er automatisch den Vorsitz im Verwaltungsrat, den bisher Landrat Bernhard Reuter innehatte.
Nach zehn Jahren im Verwaltungsrat (seit 2019 Vorsitzender) geht Herr Reuter in den wohlverdienten Ruhestand. Der neue Landrat Marcel Riethig wird 1. stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates. Damit ist ein klarer Generationenwechsel für die Zukunft der Sparkasse Duderstadt vollzogen.
Service-Würfel in Rhumspringe
Fokussierung auf zwei starke Standorte
Die Sparkasse Duderstadt richtet sich weiter konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kundinnen und Kunden aus und konzentriert sich künftig auf zwei Standorte. Die Geschäftsstellen in Rhumspringe und Bilshausen werden aufgrund des veränderten Nutzungsverhaltens – insbesondere durch die zunehmende Digitalisierung – geschlossen.
Auch ohne klassische Geschäftsstelle bleibt die Sparkasse präsent und verlässlich vor Ort: In beiden Orten stehen weiterhin moderne Selbstbedienungsgeräte wie Geldautomat und Kontoauszugsdrucker zur Verfügung. Die Gebäude wurden verkauft. In Bilshausen unterstützt der neue Eigentümer die Installation der Technik direkt im Haus. In Rhumspringe war dies nicht möglich – daher wurde dort auf dem Gelände des Autohauses Herschel ein neuer Standort geschaffen. Hier sorgt ein moderner Service-Würfel für eine sichere und komfortable Nutzung der Automaten.
Die Sparkasse Duderstadt feiert ihr 175-jähriges Bestehen. In der Kundenhalle der Hauptgeschäftsstelle wird nach dem Lockdown bis zum Herbst die Ausstellung „175 Jahre Sparkasse Duderstadt“ präsentiert.
Jubiläums-Aktion
Als Dank für die Unterstützung in den vergangenen 175 Jahren gibt die Sparkasse Duderstadt der Region etwas zurück und spendet unter anderem jedem der 31 Orte im Geschäftsgebiet 1.750 Euro. Zusätzlich verlost sie 31 x 1.750 Euro für die Vereine im Geschäftsgebiet.
Initiative "BargeldPartner" mit der VR-Bank Mitte eG
Mit der Initiative "BargeldPartner" verzichten sowohl die Sparkasse Duderstadt als auch die VR-Bank Mitte eG seit dem 1. Juni 2021 an allen ihren Geldautomaten auf die Berechnung eines Fremdnutzungsentgelts für Kunden beider Kreditinstitute.
Die Corona-Pandemie zeigt weltweit ihre Auswirkungen. Die erhöhten Anforderungen erfordern neue Wege. Die Sparkasse agiert flexibel.
Gemeinsam da durch
Die Sparkasse Duderstadt startet unter dem Motto „Gemeinsam da durch“ eine Gutscheinaktion, um regionale Unternehmen in der Krise zu unterstützen. Zudem beteiligt sie sich an einer regionalen Hilfsaktion und spendet fünf Raumluftreiniger für Schulen und Kitas. Da alle öffentlichen Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt werden mussten, wird der Duderstädter Sparkassenlauf von der LG Eichsfeld zum virtuellen Spendenlauf ausgerufen. Bei der größten Sportwette der Region werden im September rund 8500 km erlaufen, und zwar zugunsten des DRK Duderstadt, der Lebenshilfe Eichsfeld, und des Elternhauses für das krebskranke Kind.
Die Digitalisierung schreitet weiter voran
Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf und mit ihr kontaktlose Bezahlverfahren. Das Apple Pay Angebot wird im Juli 2020 auf unsere Sparkassen-Cards ausgeweitet nachdem es im Jahr zuvor bereits für die Kreditkarte möglich wurde. Damit nimmt die Zahlung mit dem Smartphone vor allem bei der jungen Kundschaft immer mehr zu.
30. Oktober 2020
Statt Präsenten zum Weltspartag spendiert die Sparkasse Raumluftfilter für Schulen.
Bürgermeister Wolfgang Nolte geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger in den Gremien der Sparkasse wird der neue Duderstädter Bürgermeister Thorsten Feike. Den Vorsitz im Verwaltungsrat übernimmt Landrat Bernhard Reuter. Wolfgang Nolte hatte das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden seit September 1988 inne.
Die fortschreitende Digitalisierung setzt neue Maßstäbe. Bankgeschäfte lassen sich weitestgehend von zu Hause aus oder unterwegs erledigen.
Die geplante Fusion von vier Sparkassen in Südniedersachsen – Duderstadt, Bad Sachsa, Osterode und Hann. Münden – kommt nach Bedenken des Duderstädter Rates nicht zustande.
Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers besucht die Duderstädter Sparkasse auf seiner Sommertour: Er betont die Verbundenheit der Sparkasse mit der Region und ihren öffentlichen Auftrag mit verstärkter Ausrichtung an den Erfordernissen des Marktes.
Die Direktfiliale wird eröffnet und steht den Kunden per Telefon, Internet, Chat oder Videochat zur Verfügung.
In Seulingen wird ein neues SB-Center installiert.
Die fortschreitende Digitalisierung macht eine neue Datenschutzverordnung notwendig, die 2018 in Kraft tritt. Das heißt auch für die Sparkasse Duderstadt: Vor einer Beratung muss dafür eine schriftliche Einwilligung des Kunden vorliegen.
Der SB-Bereich im Eingangsbereich des Hauptgebäudes in Duderstadt wird erweitert und sowohl den neuesten technischen Standards angepasst als auch barrierefrei gestaltet. Nur noch eine personell besetzte Kasse für Sondergeschäfte gibt es im Innenbereich, ansonsten sind an fünf Geldautomaten sowohl Auszahlungen als auch Einzahlungen möglich, und zwar rund um die Uhr. Auch Münzgeld kann durchgehend ein- und ausgezahlt werden.
Die Sparkasse Duderstadt bietet Online-Services zu den Themen Konto und Karten, Sparen und Anlegen, Online-Banking, Telefon und Termine, Reise oder den allgemeinen Service. Das Angebot funktioniert über die Internet-Filiale, den Text-Chat, das elektronische Postfach oder das Telefon.
Die Nord/LB verzeichnet Milliardenverluste. Als einer der großen Anteilseigner muss sich die Sparkassenfinanzgruppe, und damit auch die Sparkasse Duderstadt, an der finanziellen Rettung der Nord LB beteiligen.
Eine Flüchtlingswelle strömt nach Europa, u. a. verursacht durch den Bürgerkrieg in Syrien. Die Sparkasse unterstützt die Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Friedland im Rosenthaler Hof bei Duderstadt mit Unterrichtsutensilien für die Flüchtlingskinder, Spielzeug und weiteren Hilfsgütern.
Penpads für die elektronische Unterzeichnung von Belegen und Dokumenten werden eingeführt.
Dokumente können elektronisch archiviert werden.
Das kontaktlose Bezahlen mit der Sparkassenkarte wird möglich.
Die Duderstädter Sparkasse richtet ein Kundenservicecenter ein und weitet die telefonische Erreichbarkeit aus.
Als Auswirkung der Finanzkrise von 2008 haben auch einige europäische Staaten wie Italien, Spanien und Griechenland massive Probleme bei der Rückzahlung der Staatsschulden.
Die erste Sparkassen-App kann auf das Smartphone heruntergeladen werden. Auf dem „Sparkassen-Filialfinder“ wird der nächste Standort einer Sparkasse angezeigt und Kunden können bundesweit die Kontoauszugsdrucker und SB-Terminals nutzen.
Im Oktober wird bekannt, dass Griechenland hoch verschuldet ist. Die Eurokrise bricht aus. Von der EU wird 2010 ein Europäischer Stabilisierungsmechanismus eingeführt.
Die globale Finanzkrise nach dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers bringt weltweit auch den Kleinanlegern große Verluste ein.
Die Sparkasse Duderstadt verzeichnet dennoch eine um 9,7 Millionen Euro angewachsene Bilanzsumme auf 561,3 Millionen Euro.
Nach 54 Jahren und 10 Tagen hat die Deutsche Mark ausgedient.
Am 1. Januar wird der Euro als Bargeld, in sieben verschiedenen Banknoten und acht verschiedenen Münzen, ausgezahlt. Ab sofort ist der Euro das gesetzliche Zahlungsmittel in allen beteiligten Ländern: Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien. Seit Beginn des Jahres 2002 haben die Landeszentralbanken die alten Geldscheine geschreddert. Das Metall aus den alten Münzen wird eingeschmolzen und wiederverwertet.
Die Sparkasse Duderstadt erweitert ihre Öffnungszeiten, um die Bevölkerung und den Handel mit dem Euro auszustatten. Von den Starter-Kits, der ersten Grundausstattung mit Euro-Münzen, werden in Duderstadt 18.000 Stück ausgegeben. Ab März nimmt der Handel D-Mark und Pfennig nicht mehr an.
Sparkassenstiftung Untereichsfeld
Am Silvestertag wird die Sparkassenstiftung Untereichsfeld mit einem Stiftungskapital von 100.000 Euro gegründet. Das Stiftungskaptial wird kontinuierlich aufgestockt und beträgt am Ende der ersten Dekade bereits über 900.000 Euro. Umfassende Förderungen werden möglich. Innerhalb der ersten 10 Jahren fließen rund 130.000 Euro in regionale Projekte aus den Bereichen Kultur, Bildung und Ausbildung, Sport, Umweltschutz und Soziales.
Die Technik schreitet weiter voran
Das Wertpapiersystem direkt@broker, der S-Investor als Informationssystem und die ersten Geldautomaten mit Zusatzfunktion gehen an den Start: Ein- und Auszahlungen sind nun möglich.
Die erste virtuelle Filiale geht unter www.sparkasse-duderstadt.de an den Start und erweitert das Homebanking-Angebot, das bis dahin aus dem etablierten Programm StarMoney besteht.
Aufgrund des veränderten Kundenverhaltens und mit Erweiterung der digitalen Angebote passt sich die Sparkasse Duderstadt diesen veränderten Strukturen an. In den folgenden gut 20 Jahren verringert sie nach und nach die Anzahl der Zweigstellen. Die neue Technik macht eine kundenfreundliche und zeitlich unabhängige Präsenz möglich.
1998 wird die Europäische Zentralbank mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet.
Am 1. Januar 1999 beginnt die Währungsunion in bisher elf teilnehmenden europäischen Staaten. Allerdings kommt der Euro noch nicht als Bargeld in den Umlauf, sondern stellt zunächst für die Übergangsphase nur eine Buchungsgröße dar.
Basis für den Euro war die Gründung der Europäischen Wirtschaftsunion 1993. Im Europäischen Binnenmarkt entstand ein Wirtschaftsraum ohne Hindernisse für Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital. Daraus folgerte sich der Wunsch nach einer einheitlichen Währung.
Die Sparkasse Duderstadt feiert ihr 25-jähriges Jubiläum als Zweckverbandssparkasse. Um den wachsenden und individuellen Ansprüchen in den Bereichen Bauspar-, Immobilien- und Versicherungsgeschäft gerecht zu werden, erwirbt die Sparkasse Duderstadt auch in den Folgejahren einige benachbarte Grundstücke und Gebäude.
Die Sparkasse Duderstadt feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum. Zum 1. März stiftet die Sparkasse Duderstadt der Stadt Duderstadt den Grenzpfahlbrunnen in der oberen Marktstraße.
Am 6. September wird die Eröffnung des neuen Hauptgebäudes gefeiert. Ein besonderes Merkmal beim Neubau der Duderstädter Sparkasse ist die künstlerische Ausrichtung der gesamten Innenarchitektur.
Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands Dr. Horst Köhler, der spätere Bundespräsident, hält die Festrede vor rund 300 geladenen Gästen. Bei einem Tag der offenen Tür wird das neue Hauptgebäude der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Sparkasse Duderstadt leistet zunehmende Beiträge zur städtebaulichen Entwicklung in Duderstadt wie bei der Mitfinanzierung der Fußgängerzone, der Stadtmauersanierung und des Stadtparks zur niedersächsischen Landesausstellung Natur im Städtebau (LNS).
Das Sparkassengebäude an der Bahnhofstraße wird abgerissen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ziehen um in das zuvor entsprechend umgebaute Ausweichquartier im ehemaligen EEW-Gebäude in der Sackstraße.
Die Wende brachte den Sparkassen überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten. 1992 wird in Duderstadt die Bilanzsumme von 700 Millionen DM überschritten und damit auch eine Neugestaltung der Hauptstelle dringlich.
Ein Architektenwettbewerb wird ausgeschrieben, und der Verwaltungsrat beschließt im Oktober einen Neubau.
In nahezu allen Bereichen des Sparkassenbetriebes unterstützt die Sparkasse Duderstadt die Kolleginnen und Kollegen in Worbis und Heiligenstadt.
Am 30. Juni erfolgt die Währungsumstellung. Ab 1. Juli 1990 können die DDR-Bürger ihre Ost-Mark in D-Mark umtauschen.
Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 unterstehen die Sparkassen der DDR nicht mehr der Staatsbank der DDR. Sie werden als kommunale Kreditinstitute Teil der gesamtdeutschen Sparkassen-Finanzgruppe. Durch die Übernahme des niedersächsischen EDV-Systems kommen flächendeckende Partnerschaften zu den Sparkassen im thüringischen Eichsfeld schnell voran.
Die Digitalisierung geht in großen Schritten voran. Alle Sparkassenkunden können nun mit ihren EC-Cards und S-Cards das Bezahlsystem „electronic cash“ nutzen.
7. September 1989
Eine Delegation von Sparkassen-Vertretern und Personalvertretern aus dem Landkreis Göttingen sowie die Leiter der LZB Göttingen reisen über Eschwege in die DDR ein. Oberkreisdirektor Dr. Alexander Engelhardt hatte ein Treffen mit den ostdeutschen Sparkassenkollegen in Erfurt vereinbart, um sich gemeinsam über die Situation des Kreditgewerbes in der DDR auszutauschen. Die DDR-Sparkassen sind der Staatsbank untergeordnet. Die Staatssicherheit in der DDR ist allerdings gut auf diesen Besuch vorbereitet. Sogleich nach Grenzübertritt wird die westdeutsche Delegation in Eisenach von Mitgliedern des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes FDGB empfangen. Diese informieren die Delegation, dass sie nicht zur Sparkasse fahren sollen, sondern zur DDR-Staatsbank in Erfurt. Ein Ärgernis für alle, aber nicht zu ändern.
Die Gespräche werden also mit der DDR-Staatsbank geführt. Beim anschließenden Stadtrundgang durch Erfurt entsteht ein Gruppenbild vor der Hauptstelle der Kreis- und Stadtsparkasse. Immerhin wird dann doch ein Rundgang durch die Kundenhalle der Sparkasse ermöglicht. Eine gewisse Unruhe in der DDR ist schon zu spüren, aber noch ahnt niemand, dass gut zwei Monate später die innerdeutsche Grenze Geschichte sein wird. In der Woche nach dem Mauerfall hat der damalige Leiter der DDR-Staatsbank bereits seine neuen Kontakte zu der LZB Göttingen genutzt, um die Bargeldversorgung in der Zeit des Umbruchs zu sichern.
9. / 10. NOVEMBER 1989
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989, um genau 0.35 Uhr am frühen Freitagmorgen, wird der Grenzübergang Duderstadt-Worbis geöffnet. Die ersten Trabis rollen Richtung Duderstadt. Tausende von DDR-Bürgern dürfen zum ersten Mal in ihrem Leben die innerdeutsche Grenze Richtung Westen überschreiten. Es folgt eines der bewegendsten und ereignisreichsten Wochenenden in der deutschen Geschichte. Auch in Duderstadt wird spontan ein Organisationsstab aus Mitgliedern der Verwaltung, der Sparkasse und aller Institutionen eingerichtet, um die Lage zu managen.
11. / 12. November 1989
Vor der Sparkasse bilden sich Menschentrauben. Niemand war darauf vorbereitet: Tausende DDR-Bürger sollen 100 DM Begrüßungsgeld erhalten. Der Vorstand und die Mitarbeiter*innen der Sparkasse Duderstadt reagieren spontan und bewältigen einen unglaublichen Kraftakt. In Sonderschichten über das gesamte Wochenende 11./ 12. November 1989 werden über 10.700 Auszahlungen mit einem Gegenwert von über 1 Millionen DM vorgenommen. Drei Wochen lang wird nun in Sonderschichten von 8.00 bis 21.00 Uhr Begrüßungsgeld ausgezahlt. Erste Kontakte zu den Kreissparkassen Worbis und Heiligenstadt folgen.
13. November 1989
Am 13. November 1989 schreibt der Vorstand der Sparkasse Duderstadt an den Präsidenten des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, Sie persönlich darüber zu informieren, daß wir am gerade vergangenen Wochenende aus dem Stand heraus die mit der Geldversorgung der DDR-Bürger zusammenhängenden Fragestellungen mit einem großen Kraftakt in jeder Hinsicht bewältigen konnten. Am Freitag haben wir nach Dienstschluss, gegen 17.30 Uhr, unsere Schalter sofort geöffnet; am Sonnabend und Sonntag waren wir dienstbereit von 8.00 bis 22.00 Uhr. […]Bei diesem Kraftakt konnten wir eine hohe Motivation unserer Mitarbeiter feststellen, wobei wir uns […] über erhebliche Klippen in Bezug auf Transport- und Versicherungsfragen sowie Bestimmungen der UVV-Kassen hinwegsetzen mußten […] sowohl sämtliche Führungskräfte unseres Hauses als auch der Vorstand persönlich [haben sich] von morgens bis spät in die Nacht, einschließlich Abstimmung mit dem örtlichen Krisenstab, engagiert […] Kassierer wurden sogar mehrmals spät nach Mitternacht eingesetzt.“
Quelle: Ostdeutscher Sparkassenverband, Leipziger Straße 51, 10117 Berlin
Die Grenzöffnung und die Deutsche Wiedervereinigung bringen der Sparkasse Duderstadt überdurchschnittliche Zuwachsraten.
Die Sparkasse Duderstadt erwirbt in Duderstadt die ehemaligen EEW-Grundstücke in direkter Nachbarschaft zur Hauptgeschäftsstelle in der Bahnhofstraße.
Im Zuge der fortschreitenden Automatisierung erhält die Geschäftsstelle in Gieboldehausen einen Neubau.
Der Anschluss an das Rechenzentrum in Hannover erfolgt, um einen hohen Technisierungsgrad zu gewährleisten.
Die Digitalisierung der Bankgeschäfte beginnt. Die Sparkassen bieten ihren Kunden Electronic Banking Dienstleistungen über Bildschirmtext an. Alle Zweigstellen werden mit neuester Technik und EDV ausgestattet. Das macht teilweise weitere Umbauten und Neubauten nötig.
Von 1978 bis 1983 wird die Hauptstelle in Duderstadt umgebaut und auf EDV umgerüstet.
Der erste Geldautomat wird in der Bahnhofstraße in Duderstadt installiert.
Die Zweigstelle Lindau wird im Zuge der Gebietsreform an die Kreissparkasse Northeim übertragen.
Das erste Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts erleichtert die Berufstätigkeit der Frau. Zuvor war gesetzlich geregelt, dass der Beruf einer Frau „mit ihren Pflichten in Ehe und Familie“ vereinbar sein muss.
Die erste fahrbare Zweigstelle kommt zum Einsatz. Sie versorgt die Orte im Geschäftsgebiet, die über keine eigene Sparkassengeschäftsstelle verfügen.
Zusammenschluss der Stadtsparkasse Duderstadt und der Sparkasse des Kreises Duderstadt in Gieboldehausen zur „Zweckverbandssparkasse Duderstadt – Sparkasse des Untereichsfeldes“.
Das rote S wird als überregionales Logo der Sparkassen eingeführt, Rot wird die Hausfarbe der Sparkassen.
Das 125-jährige Jubiläum feiert die Stadtsparkasse Duderstadt mit einem Festakt im Rathaus. Dr. Josef Stecker, Präsident des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbands, hält die Festansprache.
1965 – 1967 Planung und Umbau des Hauptstellengebäudes in der Bahnhofstraße.
Die erste Zweigstelle in der Duderstädter Industriestraße wird eröffnet.
Mitte der 60-er Jahre bis in die 80-er Jahre eröffnet die Sparkasse Duderstadt fast jährlich neue Geschäftsstellen und ist in der Spitze mit weit über 25 Zweigstellen in nahezu allen Ortsteilen des Untereichsfeldes vertreten.
„Wenn´s um Geld geht … Sparkasse“
Der bis heute erfolgreiche Werbeslogan wird zum ersten Mal verwendet.
Die Angebots-Palette der Sparkasse wird stetig erweitert. Der „Beratungsdienst Geld und Haushalt“ unterstützt bis heute private Haushalte bei der Finanzplanung, das Anschaffungsdarlehen kurbelt zusätzlich die Wirtschaft an.
Für die Sparkasse Duderstadt gilt eine neue Satzung, welche die Eigenverantwortung der Geschäftsleitung stärkt und kommunalrechtliche Bindungen lockert. Der Stadtrat beschließt eine Namensänderung der Sparkasse in Stadtsparkasse Duderstadt.
Die Frau darf ein eigenes Bankkonto eröffnen. Aber größere Anschaffungen sind nur mit Zustimmung des Ehemanns erlaubt.
Änderungsbedarf gibt es auch direkt in der Sparkasse: Die Kassenhalle der Sparkasse Duderstadt wird erneuert.
Das Gleichberechtigungsgesetz spricht den Frauen mehr Rechte zu. Zuvor verwaltete der Mann das von der Frau in die Ehe eingebrachte Vermögen, die daraus erwachsenen Zinsen und das Gehalt seiner Frau. Das „Geheimsparen“ sollte verhindert werden. Die Frau sollte vom zugeteilten Haushaltsgeld nicht heimlich etwas beiseitelegen. Aber der Mann darf auch nach dem Gleichberechtigungsgesetz immer noch entscheiden, ob die Frau überhaupt einer Arbeit nachgehen darf.
Die Konzessionspflicht für die Eröffnung von Zweigstellen entfällt. Der Weg zur Entwicklung der Filialbanken wird frei.
Viele Unternehmen und Behörden führen die bargeldlose Zahlung ein. Daher eröffnen Millionen Arbeitnehmer und Rentner in Deutschland ein Girokonto.
In der Bahnhofstraße in Duderstadt wird der Nordflügel der Sparkasse durch einen Anbau erweitert.
Durch neue Angebote der Sparkasse wird in Duderstadt eine Aufstockung des Personals nötig.
Das Vertrauen in die neue Währung wächst mit der Belebung der deutschen Wirtschaft. Autos, Möbel und Reisen werden für viele Familien erschwinglich.
Auch in Duderstadt steigen die Spareinlagen erheblich. Das Prämiensparen wird eingeführt, womit dringend benötigter Wohnraum finanziert werden kann.
Mit der Gründung der DDR und der zunehmenden Abriegelung der innerdeutschen Grenze gerät Duderstadt in eine Randlage. Die Sparkasse verliert zahlreiche Stammkunden aus 16 Ortschaften des Kreises Worbis.
Die innerdeutsche Grenze bei Duderstadt
Quelle: Archiv Grenzlandmuseum Eichsfeld
Die Währungsreform steht an. Nach dem Hungerwinter 1947/48 wird im März eine Zentralbank, die Bank Deutscher Länder, gegründet, um die neue Währung zu sichern. Zum zweiten Mal innerhalb einer Generation ist das Sparvermögen durch Kriegswirtschaft vernichtet worden. Der Sparwille der Menschen ist zutiefst erschüttert.
Am 21. Juni wird die Deutsche Mark eingeführt. Für die Sparkasse Duderstadt bedeutet das: Die Bilanzsumme von 28,8 Millionen Reichsmark Ende 1947 verringert sich bei der Eröffnungsbilanz nach der Währungsreform 1948 auf 2,17 Millionen D-Mark. Auch den Sparern verbleiben durchschnittlich nur noch 6,5 Prozent ihrer Guthaben.
Die D-Mark wird in Duderstadt in den frühen Morgenstunden in der Bahnhofstraße angeliefert. Zwei Beamte der Sparkasse Duderstadt werden mit dem Vorzählen beauftragt, überprüft von zwei Beamten des Ernährungsamtes. Die plombierten Säckchen dürfen nur vor Zeugen geöffnet werden. Pro Kopf werden 60 D-Mark angerechnet, 40 D-Mark sollen sofort ausgezahlt werden, der Rest in Raten.
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sparkassen- und Giroverbände und Girozentralen wird als neuer Dachverband der westdeutschen Sparkassen-Organisation in Bonn gegründet.
Für die Hundertjahrfeier der Sparkasse Duderstadt fehlen kurz nach Kriegsende die Mittel und Möglichkeiten. Das Glückwunschschreiben des DSGV wird verlesen, und dann geht man seiner täglichen Arbeit nach.
Am 9. April wird Duderstadt von den Amerikanern besetzt. Die Stadt ist überfüllt mit Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten, Zwangsarbeitern und Heimatlosen.
Vor dem Krieg lebten rund 6.500 Menschen in Duderstadt, 1945 sind rund 18.000 zu versorgen. Die Reichsmark ist wertlos, Preise für Lebensmittel steigen in unvorstellbare Höhen: ein Brot für mehrere Milliarden. Im ländlichen Eichsfeld ist die Versorgungslage noch etwas besser als in den zerbombten Großstädten. Dennoch blüht auch hier der Schwarz- und Tauschhandel.
In der Zeit des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945) wächst die Bilanzsumme der Sparkasse Duderstadt von 6,6 Millionen auf 28,8 Millionen Reichsmark. Waren werden zunehmend rationiert, es gibt kaum noch etwas zu kaufen. Die Spareinlagen steigen enorm an. Mit den Ersparnissen der Bevölkerung und der Kontingentierung der Hypotheken sollen Rüstung und Kriegsführung finanziell abgesichert werden. Außerdem sind die Geldinstitute gezwungen, Staatsanleihen zu erwerben.
Einzug in das neue Sparkassengebäude in der Duderstädter Bahnhofstraße. Die rechtliche Trennung von der Stadtkämmerei bestand schon seit 1932.
Die Sparkasse Duderstadt kann wieder alle Darlehnswünsche erfüllen und beteiligt sich an der Finanzierung einer Kleinsiedlung der Wohnungsbaugenossenschaft Duderstadt.
Für den erweiterten Geschäftsumfang reichen die beengten Räumlichkeiten im Duderstädter Rathaus nicht mehr aus. Ein Grundstück in der Bahnhofstraße wird erworben, das seit dem Brand 1911 frei lag. Im September starten die Bauarbeiten.
Die NSDAP betreibt ihre Wirtschaftspolitik mit der Ausrichtung auf Kriegsführung. Es gibt genug Arbeit in den Produktionsbetrieben. Mit neuem Einkommen wachsen auch die Spareinlagen der Bevölkerung.
1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt.
Mit der Weltwirtschaftskrise verbucht auch die Sparkasse Duderstadt erhebliche Einbußen bei den Einlagen und im Kreditgeschäft. Deutschland kann seine Kriegsschulden nicht mehr begleichen. Es folgt große Arbeitslosigkeit.
Im ländlich geprägten Eichsfeld sind schon seit Beginn der Industrialisierung traditionelle Wirtschaftszweige weggebrochen. Eichsfelder Wanderarbeiter ziehen bis in die 1930-er Jahre in die Fremde, um die Familie zu ernähren.
Motiv: Eichsfelder Wanderarbeiter nimmt Abschied von der Familie
Quelle: Heimatmuseum Duderstadt
Der erste Weltspartag wird in Deutschland ins Leben gerufen, um für eine sparsame Lebensführung zu werben.
Die Stadtsparkasse Duderstadt muss, wie alle Geldinstitute, eine Aufwertungsbilanz erstellen, um das Guthaben für den einzelnen Sparer nach der Inflation zu ermitteln.
Der Deutsche Sparkassenverband fusioniert mit dem 1916 eingerichteten Deutschen Zentralgiroverband und dem Deutschen Verband der Kommunalen Banken zum Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Bis heute ist der DSGV der Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe.
Mit dem Wertverlust des Geldes werden Lebensmittel unbezahlbar. Die ab 1919 anziehende Inflation ging ab Mitte 1922 in eine Hyperinflation (extrem schnelle Geldentwertung) über.
"So stieg der nominelle Brotpreis, der im Dezember 1919 noch bei 0,80 Mark gelegen hatte, im Laufe des Jahres 1923 in astronomische Höhen: Lag er im Januar 1923 bereits bei 250 Mark, stieg er im August auf 69.000 Mark, im September auf 1,5 Millionen Mark, im Oktober auf 174 Millionen Mark und im November 1923 schließlich auf 201 Milliarden Mark." Quelle: www.bundestag.de
Sparkasse und Kämmerei sollen getrennt werden. Dazu werden Umbauarbeiten im Duderstädter Rathaus durchgeführt.
Mit dem Kriegsende kommt es zur massiven Inflation in Deutschland. Die deutsche Wirtschaft liegt am Boden und steuert in den Staatsbankrott. Die junge Weimarer Republik (gegründet 1919) hat eine schwierige Ausgangssituation.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat die Sparkasse Duderstadt 10 Millionen Mark als Spareinlagen ausgewiesen.
Die gesetzlich verankerte Golddeckung der Mark wird jedoch aufgehoben. Die Sparer hatten schon kurz vor Kriegsausbruch begonnen, ihre Konten und Banknoten in Gold- und Silbermünzen einzuwechseln oder Kredite aufzulösen und sich die Restbeträge auszahlen zu lassen. Im Deutschen Kaiserreich werden über die Sparkassen Kriegsanleihen bei der Bevölkerung platziert.
Motiv: Andrang in der Berliner Sparkasse
Quelle: Archiv DSGV
Um die Jahrhundertwende lassen eine fortschreitende Industrialisierung und starkes Bevölkerungswachstum den Finanzbedarf von Kommunen und Betrieben ansteigen.
Nach Anbindung der Bahnstrecke im Jahr 1889 zeigen manche Duderstädter ihren Wohlstand mit dem Bau der neuen Villen in der Bahnhofstraße.
Die Sparkasse Duderstadt tritt dem Hannoverschen Sparkassenverband als übergeordneter Dachorganisation bei.
Die Sparkasse Gieboldehausen entsteht und wird 1887 der Trägerschaft des Landkreises Duderstadt unterstellt.
Quelle: www.eichsfelder-postkarten.online
Es geht aufwärts in Duderstadt: Eine stetig steigende Zahl an Sparern wird dokumentiert.
1874 werden bereits 600 Sparkonten mit Einlagen von 110.000 Mark registriert.
Quelle: www.eichsfelder-postkarten.online
Der Großbrand in Duderstadt macht viele Einwohner obdach- und mittellos.
Die Deutsche Revolution von 1848/49 wirkt sich auch massiv auf die Wirtschaft aus.
Eine Hungersnot herrscht in Duderstadt und dem Eichsfeld.
Gründung der „Sparcasse“ Duderstadt unter Trägerschaft der städtischen Kämmereikasse im historischen Rathaus.
Am 7. Februar 1846 wird im Duderstädter Wochenblatt die Genehmigung einer Sparkasse verkündet. Die Eröffnung folgt am 1. März. Erster Sitz der „Sparcasse“ Duderstadt ist in den Räumen der Stadtkämmerei im Duderstädter Rathaus. Der Gründung vorangegangen waren mehrjährige Verhandlungen zwischen dem Hildesheimer Magistrat und den noch zögerlichen Duderstädter Ratsherren. Als Vorbild für die rechtliche Organisation der kommunalen Sparkassen gilt das preußische Sparkassen-Reglement von 1838.
Bereits im Oktober 1845 wurden für die Gründung der "Sparcasse" die allgemeinen Bestimmungen in einer „Leihhaus- und Sparcassen-Ordnung für die Stadt Duderstadt“ festgelegt. Die aufkommende Industrialisierung im 19. Jahrhundert hatte auch im Eichsfeld das ländliche Leben radikal verändert. Mit den veränderten Strukturen wuchs die Armut in großen Teilen der Bevölkerung. Umso wichtiger wurde es, für schlechte Zeiten einen Notgroschen beiseite zu legen.
Der Sinn des Sparens
Struktur- und Arbeitsverhältnisse ändern sich radikal. Die aufkommende Industrialisierung und veränderte Struktur- und Arbeitsverhältnisse hatten auch im Eichsfeld das ländliche Leben radikal verändert. In modernen Produktionsabläufen konnten schneller und kostengünstiger Waren hergestellt werden als im traditionellem Handwerk. Auch die arbeitsfähigen Eichsfelder zog es in die aufstrebenden Ballungszentren. Wo früher Familienverbände für Alte und Kranke sorgten oder die Gutsherren für Knechte, Mägde und Dienerschaft, waren nun die Arbeiter in der Fremde im Krankheitsfall, bei Unfällen oder im Alter auf sich allein gestellt. Die Daheimgebliebenen waren vom Lohn des Fortgezogenen abhängig. Fiel der aus, litt auch die Familie Not. Mit den veränderten Strukturen wuchs die Armut in großen Teilen der Bevölkerung. Dazu kamen Brand- und Naturkatastrophen, Hungersnöte wegen ausgefallener Ernten und politische Unsicherheiten.
Umso wichtiger wurde es, für schlechte Zeiten einen Notgroschen beiseite zu legen. Wer das tat, hatte allerdings ein weiteres Problem: Das Ersparte konnte gestohlen werden oder durch Brände und andere Katastrophen verloren und vernichtet werden. Um der sich ausbreitenden Armut entgegenzuwirken, forderte auch das Königreich Hannover, unter dessen Verwaltung Duderstadt Mitte des 19. Jahrhunderts stand, die Gründung von städtischen Sparkassen. Hier konnten die einfachen Leute – Arbeiter, Tagelöhner, Dienstboten, Knechte und Mägde – ihr Erspartes sicher aufbewahren, um in Notlagen darauf zurückzugreifen. Zudem wurde das Geld verzinst. Sparen lohnte sich. Die erste von einer Stadt verwaltete Sparkasse im Königreich Hannover wurde 1801 in Göttingen eröffnet.
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